Die eigene Webseite
Marketing
Die Werkbank meiner Webseite
Stand: Im Aufbau
Diese Webseite: gebaut mit KI, von jemandem, der nicht aus der IT kommt.
Wer wie ich ein Kind der Achtziger ist, kennt das: Als in den Neunzigern das Internet aufkam, hatten viele von uns als Jugendliche, vor allem die Jungs, dieselbe Idee, nämlich eine eigene Webseite. Etwas Cooles bauen und ein bisschen damit angeben, wobei das Verständnis von cool damals sehr „spezifisch“ war. Manche haben es versucht, ganz wenige sind damit sogar groß geworden. Die meisten Seiten sahen, sagen wir, eigenwillig aus und wurden irgendwann nicht mehr gepflegt. Ob es sie irgendwo im Internet-Nirwana noch gibt?
Rund dreißig Jahre später, mitten in meinen KI-Schulungen, meldete sich plötzlich das Kind in mir: Vielleicht doch noch eine eigene Webseite? Das Ergebnis liegt nun hier. Was auf der Werkbank alles passiert ist, mit allen Umwegen, erzähle ich im Folgenden.
Gegen den KI-Einheitslook
Man kann einer KI einfach sagen: „Mach mir ein Design.“ Heraus kommt dann oft dasselbe Standarddesign, weil die KI mit ähnlichen Vorlagen gelernt hat und daraus ein Idealbild bildet. Das muss man erst einmal wissen. Und es reicht nicht, ihr zu sagen: „Arbeite nicht wie eine KI.“ Dann arbeitet sie trotzdem wie eine KI. Sie ist ja eine.
Was hilft, ist Zusammenarbeit: eigene Ideen, ein Gefühl für Stil und Farben, Seiten aus dem Netz, die mir gefallen, und dazu die KI als Werkzeug. Dazu kommen Skills, also kleine Arbeitsanweisungen an die KI, in denen Erfahrungswerte gebündelt sind. Einen fremden Design-Skill habe ich noch am selben Tag wieder entfernt. Seine Gestaltungsregeln waren gut, aber er brachte mehr mit als Regeln, und nicht alles davon konnte ich selbst nachprüfen. Bei Werkzeugen, die meiner KI Anweisungen geben, will ich wissen, woher sie kommen und was sie tun. Deshalb habe ich die guten Gedanken übernommen und daraus einen eigenen Skill gebaut, der nur das enthält, was ich verstehe. Worauf man bei Skills achten sollte, ist ein eigenes Thema.
Wie die Seite entstanden ist
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Der Name. Allein die Namensfindung hat viele Runden gedauert. Karpfenwerk hat einen Grund: „Karp“ heißt auf Russisch Karpfen (Cyprinus carpio), und das bot sich zum Hänseln geradezu an. Gern unterschlagen wurde dabei, dass der Rest meines Nachnamens, „Lev“, Löwe heißt. Nach dem Motto „Mach aus dem Nachteil einen Vorteil“ ist daraus meine eigene Marke geworden.
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Das Signet. Das Signet ist eine Art Unterschrift: Buchstaben aus meinem Nachnamen, verwoben mit meinem Vornamen in seiner osteuropäischen Form. Wer Kyrillisch lesen kann, entdeckt ihn vielleicht. Es ging durch zwölf Entwurfsrunden, bis es feststand.
Was steckt im Signet?
Das K und das kleine r stammen aus Karpelev. Der Bogen und die drei Schwünge sind ein kyrillisches С und ш, aus Саша, also Sascha. So heißt Aleksandr in der Ukraine, in Russland und in vielen anderen Ländern Osteuropas. Lesbar ist das Kyrillische mit Absicht nicht: Für die meisten sind es einfach Bogen und Schwünge.
Favorit
Variante
Variante
Variante
Variante
Ergebnis
Eine Auswahl aus den Entwurfsrunden. Geblieben ist der Favorit. -
Das Hausmuster. Karpfen und Löwe stecken auch in der Seite. Der erste Entwurf zeigte einen Fisch, der verdächtig nach dem christlichen Fischsymbol aussah. Heute ist es ein Zeichen aus zwei Buchstaben, das sich durch Bänder und Tafeln zieht. Wer genau hinschaut, sieht darin Karpfen und Löwe, die einander folgen, ganz leise, damit die Seite seriös bleibt.
Erster EntwurfHeuteDas Hausmuster, vorher und nachher. -
Farben und Schrift. Was passt zusammen, was beißt sich, was lässt sich überall verwenden? Jede Farbe hat heute eine Aufgabe, und auch die Schrift kam erst nach mehreren Runden. Am Ende stand ein kleines Stilhandbuch, das die KI bei jeder Aufgabe mitliest. Eine Webseite ist das aber noch nicht.
Zwölf Farbfassungen des Hausmusters aus einer frühen Runde. Geblieben sind wenige, jede mit eigener Aufgabe. -
Der Plan. Was soll auf die Seite, in welcher Reihenfolge, wie hängt alles zusammen? Für die Startseite gab es sechs Entwürfe, geblieben ist das Signet in der Mitte. Auch die Wörter, die dort durch den Hintergrund ziehen, sind nicht zufällig: Es sind Themen, die mich beschäftigen, und selbst ihre Anteile sind bewusst gewählt. Die Idee dazu stammt von meinem eigenen Laptop-Hintergrund, in dem Namen versteckt sind.
Erst der Plan, dann die Technik. -
Die Technik. Erst mit diesem Plan kam die Umsetzung, bis hin zum Einrichten beim Anbieter. Seit dem 17. Oktober 2026 ist die Seite online, seit dem 18. Oktober lässt sie sich wie eine App aufs Handy legen.
Erst online, dann auch als App aufs Handy. -
Die Texte. Jeder Text erscheint erst, wenn ich ihn freigegeben habe. Bis dahin tippt an seiner Stelle jemand auf der Schreibmaschine.
Bis zur Freigabe wird hier noch getippt.
Kritisch bleiben
In allen Phasen war die KI für mich Sparringspartner, Rechercheur und Werkzeug zugleich. Aber nicht alles, was sie liefert, ist richtig, und nicht alles fällt ihr auf. Wer alles eins zu eins übernimmt, erlebt Überraschungen. Ein Beispiel: Hätte ich jeden Vorschlag übernommen, wären Impressum und Datenschutzerklärung für meine kleine private Seite zusammen rund fünf Seiten lang geworden. Ein waches Auge bleibt Pflicht, und fertig ist so eine Seite nie.
Ein Text als Beispiel
Die Technik ist nur das Werkzeug. Das eigentlich Spannende ist die Zusammenarbeit mit der KI selbst: Die Seite entsteht im ständigen Austausch. Dieser Text ist selbst ein Beispiel dafür. Die Gedanken sind meine, ich habe sie frei eingesprochen. Die KI hat sie geordnet und mit dem ergänzt, was sie über mich, meine Arbeit und meine Hobbys weiß. Dieses Wissen liegt in einer privaten Wissensdatenbank, die ich regelmäßig pflege.
So ist diese Webseite entstanden, und so lebt sie weiter. Ich hoffe, anders als bei den Webseiten von damals, ist sie diesmal von Dauer. Diesmal habe ich ja Hilfe.
Was ich bisher gelernt habe
Wird fortgeschrieben. Stand: 18. Oktober 2026
Ohne Plan kein Ergebnis. Signet, Farben und Muster waren schnell schön. Eine Webseite wurde daraus erst, als feststand, was auf die Seite soll und wie alles zusammenhängt. Ohne Plan baut die KI fleißig, aber nicht unbedingt das Richtige.
Die KI entwirft, ich entscheide. Jeder Entwurf wird erst angesehen, bevor er zählt. Eine schöne Beschreibung ist noch kein Ergebnis.
Ohne Übergabe kein Werkzeugwechsel. Angefangen habe ich mit einer KI, weitergemacht mit einer anderen. Das ging nur, weil der Stand in Übergabedokumenten festgehalten war. Wer nichts aufschreibt, fängt von vorn an.
Ein Team mit Namensschildern. Statt eines Alleskönners arbeiten mehrere KI-Helfer mit klaren Rollen, vom Kundschafter, der sich den Überblick verschafft, bis zum Textschmied, der mit mir an den Texten feilt. Die Namen sind mit Augenzwinkern gewählt, aber ich weiß jederzeit, wer was macht. Dazu ein andermal mehr.
Wenige gute Varianten schlagen viele. Zeitweise lagen fünfzehn Farbfamilien auf einmal auf dem Tisch. Die Auswahl hat mehr Zeit gekostet als die Entscheidung. Heute will ich zwei oder drei begründete Vorschläge sehen, nicht zwanzig.
Die KI muss ans Nicht-Erfinden erinnert werden. Kennzahlen, Kundenstimmen, Referenzen: Eine KI liefert so etwas bereitwillig, auch wenn es nicht existiert. Deshalb gilt hier: Was nicht belegt ist, steht nicht drauf.
Aktuelles aus meiner Werkstatt
Hier stand ein Text der KI. Aleks hat ihn gelesen, die Stirn gerunzelt und tippt jetzt selbst, Buchstabe für Buchstabe, vermutlich auf der Schreibmaschine.
Hier stand ein Text der KI. Aleks hat ihn gelesen, die Stirn gerunzelt und tippt jetzt selbst, Buchstabe für Buchstabe, vermutlich auf der Schreibmaschine.
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Hier stand ein Text der KI. Aleks hat ihn gelesen, die Stirn gerunzelt und tippt jetzt selbst, Buchstabe für Buchstabe, vermutlich auf der Schreibmaschine.